Ablauf eines Hausverkaufs: Schritt für Schritt von der Bewertung bis zum Notartermin

Ablauf eines Hausverkaufs: Schritt für Schritt von der Bewertung bis zum Notartermin

27. September 2026
A. Nirschl

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Wie läuft ein Hausverkauf ab? Alle Schritte von der Bewertung über die Vermarktung bis zum Notartermin, wie lange es dauert und was Auflassung und Fälligkeit bedeuten.

Wie lange jede Phase dauert und was beim Notartermin mit Auflassung und Fälligkeit wirklich passiert

Wer zum ersten Mal verkauft, fragt sich zu Recht, wie der Hausverkauf Ablauf eigentlich aussieht. Die kurze Antwort: Er gliedert sich in sieben Phasen, von der Wertermittlung über die Zusammenstellung der Unterlagen, die Vermarktung, die Besichtigungen und die Preisverhandlung bis zum Notartermin und der Übergabe. Von der Bewertung bis zum unterschriebenen Kaufvertrag vergehen bei guter Vorbereitung oft nur wenige Wochen, danach folgen Notar und Übergabe. Dieser Beitrag führt Sie Schritt für Schritt durch den gesamten Ablauf, erklärt, wie lange jede Phase dauert, was beim Notartermin mit Kaufvertrag, Auflassung und Fälligkeit passiert, und ob sich Home Staging im ländlichen Raum lohnt.

Das Wichtigste in 30 Sekunden

  • Der Hausverkauf Ablauf besteht aus sieben Phasen: Wertermittlung, Unterlagen, Vermarktungsvorbereitung, Vermarktung und Besichtigungen, Preisverhandlung, Notartermin, Übergabe.
  • Realistischer Gesamtrahmen von der ersten Bewertung bis zur Übergabe: drei bis sechs Monate.
  • Die aktive Vermarktungszeit bis zur Käufereinigung liegt bei uns im Schnitt bei 5 bis 8 Wochen.
  • Vom Notartermin bis zur Übergabe vergehen typischerweise vier bis acht Wochen, diese Phase folgt festen rechtlichen Abläufen und lässt sich kaum verkürzen.
  • Der Käufer wird erst mit der Grundbucheintragung Eigentümer, nicht schon mit der Unterschrift beim Notar. Bis dahin sichert die Auflassungsvormerkung ihn ab.

Hausverkauf Ablauf im Überblick: die sieben Phasen

Bevor wir ins Detail gehen, hier der rote Faden. Ein Hausverkauf durchläuft in der Regel diese sieben Schritte:

  1. Wertermittlung. Den realistischen Marktwert bestimmen.
  2. Unterlagen zusammenstellen. Alle nötigen Dokumente beschaffen.
  3. Vermarktung vorbereiten. Exposé, Fotos und Preisstrategie.
  4. Vermarktung und Besichtigungen. Die passenden Käufer erreichen.
  5. Preisverhandlung und Käuferauswahl. Den solventen Käufer finden.
  6. Notartermin. Der Kaufvertrag wird beurkundet.
  7. Übergabe und Kaufpreiszahlung. Der Verkauf wird abgeschlossen.

Jeden dieser Schritte schauen wir uns jetzt einzeln an.

Schritt 1: Die Wertermittlung

Alles beginnt mit einer verlässlichen Zahl: dem realistischen Marktwert. Er ist die Grundlage für den Angebotspreis und entscheidet maßgeblich über Tempo und Erfolg des Verkaufs. Ein zu hoher Preis lässt das Objekt liegen, ein zu niedriger verschenkt Geld.

Der Wert ergibt sich aus Lage, Grundstück, Zustand, energetischer Qualität und den tatsächlich erzielten Preisen vergleichbarer Objekte. Ein Online-Rechner liefert nur einen groben Anhaltspunkt, verlässlich ist die Bewertung vor Ort. Wie das genau funktioniert und welche Faktoren zählen, lesen Sie in unserem Beitrag Was ist Ihr Haus im Landkreis Cham wert. Diese Phase dauert meist nur wenige Tage, am schnellsten mit einer kostenlosen Wertermittlung direkt bei uns.

Schritt 2: Die Unterlagen zusammenstellen

Sind Preisvorstellung und Entscheidung zum Verkauf da, geht es an die Unterlagen. Sie sollten vollständig vorliegen, bevor die Vermarktung startet, denn fehlende Dokumente sind einer der häufigsten Gründe, warum sich ein Verkauf später verzögert.

Zu den wichtigsten Unterlagen gehören Grundbuchauszug, Flurkarte, Energieausweis, Grundriss und Wohnflächenberechnung, bei Eigentumswohnungen zusätzlich die Unterlagen der Eigentümergemeinschaft. Die vollständige Unterlagen-Checkliste für Haus und Wohnung zeigt Ihnen genau, was Sie brauchen und wo Sie es bekommen. Der Energieausweis ist dabei Pflicht schon zur ersten Besichtigung. Beim beauftragten Verkauf beschaffen wir die Unterlagen für Sie. Je nach Verfügbarkeit dauert diese Phase einige Tage bis mehrere Wochen, vor allem, wenn die Hausverwaltung Dokumente liefern muss.

Schritt 3: Die Vermarktung vorbereiten

Jetzt wird aus Ihrer Immobilie ein überzeugendes Angebot. Dazu gehören professionelle Fotos, ein aussagekräftiges Exposé und die Festlegung der Preisstrategie auf Basis der Bewertung. Der erste Eindruck entsteht online, deshalb entscheidet die Qualität der Präsentation über die Zahl und Güte der Anfragen.

In diese Phase fällt auch die Frage, ob kleine Maßnahmen wie Entrümpeln, kleinere Reparaturen oder Home Staging den Eindruck verbessern. Dazu weiter unten mehr. Die Vorbereitung dauert typischerweise ein bis zwei Wochen.

Schritt 4: Vermarktung und Besichtigungen

Nun geht das Objekt an den Markt, über die relevanten Immobilienportale, das eigene Käufernetzwerk und gezielte Werbung. Ein bestehendes Netzwerk geprüfter Interessenten verkürzt diese Phase erheblich, aus über 540 geprüften Kaufinteressenten lässt sich für viele Objekte sofort der passende Käufer ansprechen, ob Sie ein Haus im Landkreis Cham verkaufen oder eine Immobilie in Regensburg anbieten.

Es folgen die Besichtigungen, idealerweise gebündelt und gut vorbereitet, mit vorab geprüften Interessenten. Diese Phase ist die eigentliche Vermarktungszeit. Unsere durchschnittliche Vermarktungszeit liegt bei 5 bis 8 Wochen bis zur Einigung mit einem Käufer.

Schritt 5: Preisverhandlung und Käuferauswahl

Meldet sich ein ernsthafter Interessent, folgt die Preisverhandlung. Wichtig ist hier nicht nur der Preis, sondern auch die Sicherheit: Ein guter Verkauf geht an den Käufer, dessen Finanzierung tatsächlich steht. Deshalb gehört die Bonitätsprüfung vor die Zusage, damit der Abschluss später nicht am fehlenden Darlehen scheitert.

Ist man sich einig, wird der Verkauf reserviert und der Notartermin vorbereitet. Diese Phase dauert oft nur wenige Tage bis zwei Wochen.

Schritt 6: Der Notartermin, mit Kaufvertrag, Auflassung und Fälligkeit

Der Notartermin beim Hausverkauf ist der rechtliche Kern des Verkaufs, denn in Deutschland muss jeder Immobilienkaufvertrag notariell beurkundet werden. So läuft er ab.

Vor dem Termin erstellt der Notar den Kaufvertragsentwurf, den beide Seiten in Ruhe prüfen. Beim Termin selbst liest der Notar den Vertrag vollständig vor, klärt Fragen und beurkundet ihn mit den Unterschriften von Käufer und Verkäufer. Drei Begriffe sind dabei wichtig:

Die Auflassung ist die notarielle Einigung von Käufer und Verkäufer über den Eigentumsübergang. Sie wird meist gleich im Kaufvertrag miterklärt, führt aber noch nicht sofort zum Eigentumswechsel.

Die Auflassungsvormerkung wird nach der Beurkundung ins Grundbuch eingetragen und sichert den Käufer, denn sie verhindert, dass die Immobilie zwischenzeitlich anderweitig verkauft oder belastet wird.

Die Fälligkeit des Kaufpreises tritt erst ein, wenn bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind, etwa die eingetragene Auflassungsvormerkung und die Löschung alter Belastungen. Erst dann fordert der Notar den Käufer zur Zahlung auf. Der eigentliche Eigentumsübergang im Grundbuch erfolgt, nachdem der Kaufpreis gezahlt und die Grunderwerbsteuer beglichen ist.

In der Regel trägt der Käufer die Notar- und Grundbuchkosten sowie die Grunderwerbsteuer.

Schritt 7: Übergabe und Kaufpreiszahlung

Nach der Beurkundung dauert es meist einige Wochen, bis alle Voraussetzungen für die Fälligkeit erfüllt sind und die Kaufpreiszahlung erfolgt. Ist das Geld eingegangen, folgt die Übergabe der Immobilie, idealerweise mit einem Übergabeprotokoll, das Zählerstände und Zustand festhält und Schlüssel dokumentiert.

Mit der Zahlung des Kaufpreises, der Umschreibung im Grundbuch und der Übergabe ist der Verkauf abgeschlossen. Von der Beurkundung bis zur Übergabe vergehen typischerweise vier bis acht Wochen.

Wie lange dauert ein Hausverkauf wirklich?

Die ehrliche Antwort auf die häufige Frage, wie lange ein Hausverkauf dauert: Das hängt stark von der Vorbereitung ab, aber ein realistischer Gesamtrahmen liegt bei etwa drei bis sechs Monaten von der ersten Bewertung bis zur Übergabe. Aufgeschlüsselt bedeutet das grob: wenige Tage für die Bewertung, einige Tage bis Wochen für die Unterlagen, ein bis zwei Wochen Vorbereitung, dann die aktive Vermarktung von durchschnittlich 5 bis 8 Wochen bis zur Käufereinigung und schließlich vier bis acht Wochen vom Notartermin bis zur Übergabe.

Beschleunigen lässt sich vor allem die erste Hälfte, durch vollständige Unterlagen von Anfang an, den richtigen Preis und eine professionelle Vermarktung. Die Phase nach dem Notar dagegen folgt festen Abläufen und lässt sich kaum verkürzen. Wie ein zügiger Verkauf ohne Wertverlust gelingt, lesen Sie im Beitrag Haus schnell verkaufen in Regensburg.

Lohnt sich Home Staging im ländlichen Raum?

Home Staging, also das gezielte Herrichten und Einrichten einer Immobilie für den Verkauf, ist in Großstädten längst üblich. Im ländlichen Raum wie dem Landkreis Cham stellt sich die Frage differenzierter.

Ein aufwendiges, professionelles Home Staging mit Möblierung lohnt sich hier nicht bei jedem Objekt, weil der Aufwand im Verhältnis zum Preisniveau stehen muss. Was sich dagegen fast immer auszahlt, sind die kleinen Schwestern des Home Staging: gründliches Entrümpeln, eine besenreine, aufgeräumte Präsentation, ein gepflegter Garten und Außenbereich sowie helle, freundliche Räume für die Fotos. Diese Maßnahmen kosten wenig und verbessern den ersten Eindruck deutlich. Gerade bei leerstehenden oder sanierungsbedürftigen Objekten hilft es, Räume klar und ordentlich zu zeigen, statt sie leer und lieblos wirken zu lassen. Mehr dazu, was sich vor dem Verkauf lohnt und was nicht, lesen Sie im Beitrag sanierungsbedürftiges Haus verkaufen.

Kurz gesagt: Volles professionelles Staging ist im ländlichen Raum selten nötig, eine saubere, gepflegte und gut fotografierte Präsentation dagegen fast immer bares Geld wert.

Die häufigsten Fehler im Ablauf

  • Ohne Bewertung starten. Wer den Wert nicht kennt, setzt den Preis falsch an.
  • Zu früh inserieren. Fehlen Unterlagen oder Energieausweis, stockt der Verkauf später.
  • Schwache Präsentation. Handyfotos und ein lieblose Exposés schrecken gute Käufer ab.
  • Käufer nicht auf Bonität prüfen. Ein geplatzter Abschluss wirft den Verkauf um Wochen zurück.
  • Den Notartermin unvorbereitet angehen. Wer den Vertragsentwurf nicht vorab prüft, riskiert Unklarheiten bei der Beurkundung.

Häufige Fragen zum Hausverkauf Ablauf

Wie läuft ein Hausverkauf ab?

In sieben Phasen: Wertermittlung, Unterlagen zusammenstellen, Vermarktung vorbereiten, Vermarktung und Besichtigungen, Preisverhandlung und Käuferauswahl, Notartermin und schließlich Übergabe mit Kaufpreiszahlung. Bei guter Vorbereitung dauert die aktive Vermarktung oft nur wenige Wochen, der gesamte Ablauf bis zur Übergabe meist drei bis sechs Monate.

Wie lange dauert ein Hausverkauf?

Realistisch etwa drei bis sechs Monate von der Bewertung bis zur Übergabe. Die aktive Vermarktungszeit beträgt durchschnittlich 5 bis 8 Wochen bis zur Einigung mit einem Käufer, danach folgen vier bis acht Wochen vom Notartermin bis zur Kaufpreiszahlung und Übergabe. Vollständige Unterlagen und der richtige Preis beschleunigen den Ablauf.

Was passiert beim Notartermin?

Der Notar liest den Kaufvertrag vollständig vor, klärt Fragen und beurkundet ihn mit den Unterschriften beider Seiten. Der Vertrag enthält meist die Auflassung, also die Einigung über den Eigentumsübergang. Anschließend wird eine Auflassungsvormerkung ins Grundbuch eingetragen, die den Käufer absichert, bis der Kaufpreis gezahlt ist.

Was bedeutet Fälligkeit des Kaufpreises?

Die Fälligkeit tritt ein, wenn bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind, etwa die eingetragene Auflassungsvormerkung und die Löschung alter Belastungen. Erst dann fordert der Notar den Käufer zur Zahlung auf. So ist sichergestellt, dass der Verkäufer sein Geld erhält und der Käufer die lastenfreie Immobilie bekommt.

Wann geht das Eigentum auf den Käufer über?

Nicht schon mit der Unterschrift beim Notar, sondern erst mit der Umschreibung im Grundbuch. Diese erfolgt, nachdem der Kaufpreis gezahlt und die Grunderwerbsteuer beglichen ist und das Finanzamt die Unbedenklichkeitsbescheinigung erteilt hat. Bis dahin sichert die Auflassungsvormerkung den Käufer ab.

Lohnt sich Home Staging beim Verkauf im Landkreis Cham?

Ein aufwendiges professionelles Staging lohnt sich nicht bei jedem Objekt, weil der Aufwand zum Preisniveau passen muss. Fast immer auszahlen tun sich dagegen Entrümpeln, eine aufgeräumte Präsentation, ein gepflegter Außenbereich und professionelle Fotos. Diese günstigen Maßnahmen verbessern den ersten Eindruck und beschleunigen den Verkauf.

Brauche ich für den Verkauf einen Makler?

Nötig ist er nicht, aber er übernimmt den gesamten Ablauf von der Bewertung bis zur Übergabe und bringt über den richtigen Preis und eine professionelle Vermarktung oft ein besseres Ergebnis. Woran Sie einen guten erkennen, lesen Sie im Beitrag guter Immobilienmakler in Regensburg.

Ihr Weg zum erfolgreichen Verkauf

Jeder erfolgreiche Hausverkauf beginnt mit demselben ersten Schritt: einer verlässlichen Wertermittlung. Sie ist die Grundlage für alle weiteren sechs Phasen, und wer sie überspringt, zahlt später in Zeit oder in Geld dafür.

Fordern Sie jetzt Ihre kostenlose und unverbindliche Wertermittlung anfordern an. Wir begleiten Sie anschließend durch den gesamten Ablauf, von den Unterlagen über die Vermarktung bis zum Notartermin, alles aus einer Hand.

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Alexander Nirschl

Alexander Nirschl

Ihr persönlicher Berater und Experte für Immobilien in der Region. Mit Leidenschaft und lokaler Marktkenntnis begleite ich Sie bei Ihrem Immobilienvorhaben.

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