
Welche Unterlagen braucht man beim Hausverkauf? Die vollständige Checkliste für Haus und Wohnung
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Fehlende Unterlagen verzögern den Hausverkauf oft um Wochen. Diese Checkliste zeigt Eigentümern, welche Dokumente wirklich nötig sind und wo Sie sie bekommen.
Von Grundriss bis Grundbuchauszug: was Sie für Bewertung, Käuferbank und Notar bereitlegen sollten
Der häufigste Grund, warum sich ein Hausverkauf um Wochen verzögert, ist kein Preisstreit und kein fehlender Käufer. Es ist ein fehlendes Blatt Papier. Wenn die Käuferbank auf die Wohnflächenberechnung wartet oder der Notar den aktuellen Grundbuchauszug braucht, steht der ganze Verkauf still, obwohl sich beide Seiten längst einig sind. Deshalb entscheidet die Frage, welche Unterlagen Sie beim Hausverkauf zusammenhaben, oft über Tempo und am Ende sogar über den Preis. Dieser Beitrag gibt Ihnen die vollständige Checkliste für Haus und Eigentumswohnung, erklärt, wo Sie jedes Dokument bekommen, und zeigt, welche Papiere später für Käuferbank und Notar dazukommen.
Warum die richtigen Unterlagen über Tempo und Preis entscheiden
Kurz gesagt: Vollständige Unterlagen schaffen Vertrauen, und Vertrauen zahlt sich in Euro aus. Ein Käufer, der Grundriss, Flächen und Grundbuch sofort einsehen kann, bietet schneller und sicherer. Fehlen die Papiere, wächst die Unsicherheit, die Bank zögert mit der Finanzierungszusage, und jeder Tag Verzögerung gibt dem Käufer Raum, den Preis nachzuverhandeln.
Ein zweiter Punkt wird oft unterschätzt: Manche Dokumente sind gesetzlich vorgeschrieben. Den Energieausweis müssen Sie nach dem Gebäudeenergiegesetz bereits bei der ersten Besichtigung vorlegen. Wer das versäumt, riskiert ein Bußgeld. Die gute Nachricht ist, dass die Liste überschaubar ist, sobald man sie einmal sortiert vor sich hat.
Unterlagen beim Hausverkauf: die vollständige Checkliste
Die folgende Liste ist die Checkliste, mit der wir bei Matador Immobilien jede Bewertung starten. Sie deckt zugleich fast alles ab, was später für Verkauf und Notartermin gebraucht wird. Wir markieren dabei die Dokumente, die vorliegen müssen, und unterstützen Sie bei der Beschaffung, falls einzelne fehlen.
Diese Dokumente brauchen Sie für ein Haus
- Grundrisse: Zeigen die Raumaufteilung und sind die Basis für Flächen und Bankunterlagen.
- Wohnflächenberechnung: Die nachvollziehbaren Quadratmeter nach Wohnflächenverordnung. Sie wirkt direkt auf den Preis, denn Käufer und Bank rechnen mit exakten Zahlen. Liegt keine vor, erstellen wir sie nach WoFlV.
- Flurkarte (Lageplan): Zeigt Zuschnitt und Grenzen des Grundstücks. Sie bekommen sie beim Vermessungsamt.
- Brandversicherung (Wohngebäudeversicherung): Der Nachweis der Versicherung, die beim Verkauf auf den Käufer übergeht.
- Grundbuchauszug: Weist Eigentümer, Lasten, Wege- und Wohnrechte aus. Er sollte aktuell sein und kommt vom Grundbuchamt beim zuständigen Amtsgericht.
- Energieausweis: Pflicht schon zur Besichtigung. Fehlt er, drohen Bußgelder und der Verkauf verzögert sich.
- Baubeschreibung: Dokumentiert Bauweise, Materialien und Ausstattung.
- Gutachten: Falls vorhanden, etwa ein Wertgutachten oder ein Nachweis zu Schadstoffen.
- Inventarliste: Was mitverkauft wird, zum Beispiel die Einbauküche. Sauber getrennt ausgewiesen, senkt das die Grunderwerbsteuer für den Käufer.
Diese Dokumente brauchen Sie zusätzlich für eine Eigentumswohnung
Bei einer Wohnung kommen die Unterlagen der Eigentümergemeinschaft dazu. Käufer, Bank und Notar prüfen diese besonders genau, weil sie über künftige Kosten entscheiden.
- Teilungserklärung: Die rechtliche Grundlage der Gemeinschaft, die Sonder- und Gemeinschaftseigentum trennt.
- Mietvertrag: Bei einer vermieteten Wohnung.
- Verwaltervertrag: Zeigt, wer die Gemeinschaft verwaltet.
- Aktueller Wirtschaftsplan: Legt die laufenden Kosten und das Hausgeld offen.
- Hausgeld- und Nebenkostenabrechnung: Die aktuellen Abrechnungen der letzten Jahre.
- Mietaufstellung: Bei vermieteten Einheiten die Übersicht der Mieteinnahmen.
- ETV-Protokoll: Die Protokolle der Eigentümerversammlungen. Sie verraten geplante Sanierungen, Sonderumlagen und den Stand der Instandhaltungsrücklage.
Wo Sie die Unterlagen bekommen
Viele Eigentümer haben die meisten Dokumente längst in einem Ordner, ohne es zu wissen. Fehlt etwas, sind die Quellen klar. Den Grundbuchauszug erhalten Sie beim Grundbuchamt des zuständigen Amtsgerichts, für unsere Region also in Cham oder Regensburg. Die Flurkarte stellt das Vermessungsamt aus. Den Energieausweis stellt ein zugelassener Aussteller nach einer Datenaufnahme aus. Bei einer Wohnung liefert die Hausverwaltung Wirtschaftsplan, Abrechnungen und Versammlungsprotokolle.
Wenn Sie geerbt haben und noch als Erbe eingetragen werden müssen, sollten Sie die Grundbuchberichtigung früh anstoßen, denn ohne korrekten Grundbuchstand kann der Notar nicht beurkunden. Genau bei solchen Besorgungen aus der Ferne oder in einem Erbfall übernehmen wir für Sie den Schriftverkehr mit den Ämtern.
Diese Unterlagen kommen für Käuferbank und Notar dazu
Für die Bewertung und die Vermarktung reicht die Checkliste oben. Bis zum Notartermin ergänzen sich meist noch ein paar Nachweise: Ihr Eigentumsnachweis und Ausweis, Rechnungen zu Modernisierungen oder Sanierungen der letzten Jahre sowie, bei geerbten Objekten, der Erbschein oder das Testament mit Eröffnungsprotokoll.
Ein Detail für Bayern, das immer wieder für Verwirrung sorgt: Ein klassisches Baulastenverzeichnis wie in anderen Bundesländern gibt es hier nicht. Entsprechende Beschränkungen und Rechte finden sich in Bayern in Abteilung II des Grundbuchs. Ein Grund mehr, warum der aktuelle Grundbuchauszug so zentral ist.
Die drei häufigsten Verzögerungsgründe
Aus der Praxis in Cham, Bad Kötzting, Schwandorf und Regensburg sehen wir immer wieder dieselben drei Bremsen. Erstens die fehlende oder veraltete Wohnflächenberechnung: Ohne saubere Fläche wackelt der Preis. Zweitens ein abgelaufener oder gar nicht vorhandener Energieausweis, der zur Besichtigung aber schon Pflicht ist. Drittens ein nicht berichtigtes Grundbuch nach einem Erbfall, das den Notartermin blockiert.
Alle drei lassen sich vermeiden, wenn Sie früh anfangen. Wer die Unterlagen schon vor dem ersten Inserat beisammen hat, verkauft in unserer Region erfahrungsgemäß deutlich schneller. Unsere durchschnittliche Verkaufsdauer von 4 bis 7 Wochen basiert genau darauf: sauber vorbereitete Objekte, geprüfte Käufer aus dem eigenen Netzwerk und ein Prozess, der nicht an Papierkram hängen bleibt. Wie dieser Ablauf im Detail aussieht, lesen Sie in unseren häufigen Fragen zum Verkauf.
FAQ
Welche Unterlagen sind beim Hausverkauf gesetzlich Pflicht?
Zwingend vorlegen müssen Sie den Energieausweis, und zwar bereits bei der ersten Besichtigung. Für die Beurkundung braucht der Notar außerdem einen aktuellen Grundbuchauszug und Ihren Eigentumsnachweis. Die übrigen Dokumente sind nicht per Gesetz vorgeschrieben, aber praktisch unverzichtbar, weil Käufer und Bank sie verlangen.
Was kostet die Beschaffung der Unterlagen?
Die Kosten sind überschaubar. Ein Grundbuchauszug und eine Flurkarte liegen jeweils im niedrigen zweistelligen Eurobereich. Der Energieausweis kostet je nach Art zwischen etwa 100 und mehreren Hundert Euro. Fehlende Dokumente der Hausverwaltung sind für Eigentümer meist kostenfrei oder gegen eine kleine Gebühr erhältlich.
Brauche ich die Unterlagen schon für die Immobilienbewertung?
Ja, zumindest die wichtigsten. Grundriss, Wohnflächenberechnung und Grundbuchauszug erlauben eine belastbare Einschätzung statt einer groben Schätzung. Je vollständiger die Unterlagen, desto genauer der ermittelte Marktwert. Fehlende Dokumente sind kein Hindernis für den Start, wir helfen bei der Beschaffung.
Welche zusätzlichen Unterlagen brauche ich beim Verkauf einer Eigentumswohnung?
Zusätzlich zu den Hausunterlagen benötigen Sie die Dokumente der Eigentümergemeinschaft: Teilungserklärung, aktueller Wirtschaftsplan, die letzten Hausgeldabrechnungen und die Protokolle der Eigentümerversammlungen. Diese zeigen Käufern die laufenden Kosten und geplante Sanierungen.
Kann ich mein Haus auch ohne alle Unterlagen verkaufen?
Verkaufen können Sie, sobald Notar und Käuferbank ihre Pflichtdokumente haben. Ein unvollständiger Ordner zu Beginn ist also kein Ausschlusskriterium, verlängert aber den Prozess und schwächt Ihre Verhandlungsposition. Deshalb lohnt es sich, die Lücken früh zu schließen.
Ihr nächster Schritt
Nehmen Sie sich eine halbe Stunde und gehen Sie die Checkliste einmal durch. Sie werden überrascht sein, wie viel schon in Ihrem Ordner liegt. Für alles Übrige sind wir da.
Laden Sie sich unsere kostenlose Unterlagen-Checkliste herunter und haken Sie ab, was vorliegt. Senden Sie uns die vorhandenen Dokumente anschließend zu, dann erhalten Sie von uns eine kostenlose und unverbindliche WertermittlungIhrer Immobilie. Fehlt etwas, besorgen wir es gemeinsam. Rufen Sie uns an unter +49 9941 4064900 oder schreiben Sie an info@matador-immobilien.de. So wird aus einem Stapel Papier ein klarer Verkaufsstart.

Christian Billharz
Ihr persönlicher Berater und Experte für Immobilien in der Region. Mit Leidenschaft und lokaler Marktkenntnis begleite ich Sie bei Ihrem Immobilienvorhaben.
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